Der Islam (2) 
Der Islam (3)
Der Islam (4) |
 |
|
Muslim werden
die schahaadah sprechen .... oder wie nehme ich Islam als Religion an, (konvertieren, übertreten, sich der Allmacht Gottes unterwerfen, den seelischen Frieden erlangen, dem Feuer entrinnen, und andere unzulängliche Ausdrucksweisen usf..... Es ist zu bemerken, dass das Sprechen der schaahadah vor Zeugen eigentlich das Bezeugen der Tatsache ist, das man bereits Muslim geworden ist; also man ist schon Muslim bevor man vor Zeugen die schahaadah gesprochen hat, da man ja sonst nichts zu bezeugen hätte. Andererseits ist das Nichtsprechen des Bekenntnisses vor Zeugen, nur bis zur nächsten Gelegenheit oder eventuell bei Todesgefahr entschuldbar. Das Sprechen der schaadah vor Zeugen ist unabdingbarer Bestandteil des Islam, es sei denn jemand nimmt in einer menschenleeren Gegend oder in Gefangenschaft unter Nichtmuslimen den Islam an, also dort, wo es keine muslimische Zeugen gibt.
kalimatu-sch-schahaadah
Spruch der Bezeugung

asch-hadu allaa ilaaha illa-llahu wa asch-hadu anna muhammadan 'abduhu wa rasuuluhu
Ich bezeuge, es ist kein Gott außer Gott - und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Sein Gesandter ist |
Angenommen, Gott, der Allmächtige führt eine Seele zur Überzeugung, dass Islam die wahre, ursprüngliche Religion ist, dann hat der Betroffene imaan in seinem Herzen, was eine innere Überzeugtheit ist. Die schahaadah ist ein stark komprimierter Spruch mit umfangreichster Bedeutung und das ehrliche Sprechen setzt Imaan voraus. Wer also die schahaadah ehrlich spricht, der hat Imaan, was oft nicht voll zutreffend mit "Glaube" übersetzt wird. Spricht also der, welcher sich bereits innerlich in einem "gläubigen Zustand" ist vor Zeugen die schahaadah (Bezeugung), so ist er damit Muslim geworden und hat den Islam als seine Religion angenommen. Er bezeugt seinen Glauben an Allah und Seinen Propheten Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) und alles was damit in Zusammenhang steht, ob er es es momentan weiß und versteht oder auch nicht, ist nicht entscheidend. Er ist grundsätzlich überzeugt, dass alles, was Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) verkündete, die Wahrheit ist, wann immer er es erfahren wird oder nicht und was immer die Konsequenzen sind. Er ist ein mu-min (Gläubiger). Das Wort "Glaube" bezieht sich in der deutschen Sprache allerdings nicht nur auf Imaan, sondern auch auf andere Bedeutungen, und das kann zu Missverständnissen führen. Wer die schahaadah unehrlich spricht, also in seinem Herzen nicht von der Aussage nicht überzeugt ist, der ist ein munaafiq (Heuchler) was viel schlechter ist als derjenige, welcher Islam offenkundig leugnet.
Die Bezeugung (das Glaubensbekenntnis), wird auch kalimatu-sch-schahaadah, (Spruch der Bezeugung) genannt. Wenn jemand die selbe Bedeutung mit anderen Worten ausdrückt, so ist er auch Muslim geworden. Es ist aber keine Voraussetzung, dass die schahaadah in arabischer Sprache gesprochen wird oder genau so wie sie überliefert ist, doch ist sind die "kalimatu-sch-schahaadah" oder die "kalimatu-t-tayjbah" die besten Formulierungen, um seinen Islam zu bezeugen; ein absichtliches Besserformulieren wollen, bezeugt dann aber schon wieder eine Revolution gegen den Gesandten Gottes und würde die Annahme des Islam fraglich erscheinen lassen. Wessen Zunge zum Sprechen der arabischen Worte nicht in der Lage ist, der spricht das Glaubensbekenntnis eben in seiner Muttersprache. Wer sprachbehindert oder stumm ist, der kann auch durch Gestik seine Bejahung zur vorgesagten schahaadah ausdrücken. Kinder müssen die schahaadah wiederholen, sobald sie die Geschlechtsreife erlangt haben. Personen, die aufgrund einer schweren geistigen Beeinträchtigung ihre Annahme des Islam nicht verbal formulieren oder auf irgendeine andere Weise zum Ausdruck bringen können, gelten so wie Kinder automatisch als Muslime"
Kinder, welche Islam annehmen (oder deren Eltern Muslime sind), haben ihr Bekenntnis durch die schahaadah mit Erlangen der Geschlechtsreife erneut zu bekräftigen. Wer die schahaadah zum Ausdruck gebracht hat, der ist von den Muslimen als Muslim zu achten und ist auch verpflichtet die Gebote und Verbote des Islam, zu befolgen. Es ist aber nicht genug zu denken: "Allah weiß, dass Islam in meinem Herzen ist, und den Rest halte ich vor den Muslimen geheim, weil so und so ist so und so ....und das scheint mir sinnvoller" Die Deklaration des Imaan, die Bezeugung ist eine der fünf Haupthandlungen des Muslims.
Noch einfacher zu sprechen ist die Kalimtu-t-Tayyibah, der "Spruch des Guten"; das genügt auch um Muslim zu werden: |
odavde
|

laa ilaaha illa-llah(u) muhammadu-r-rasuulu-l-llah
Keine Gottheit außer Gott, Muhammad ist der Gesandte Gottes.
|
Andere Kalimaat zur Bezeugung des Islaam: Dieses grundlegende Bekenntnis, die Schahaadah, wird noch durch andere Kalimaat (Sprüche) genauer definiert, so dass die wichtigsten Aspekte des Islam und es ist gut wenn sichder Muslim die Bedeutungen einprägen am besten mit dem Wortlaut einprägt. Wenn Christen Islam annehmen, so betont werden, dass 'Isa (Jesus), - der Friede und Segen Allahs sei auf ihm, ein Diener und Gesandter Allahs ist und eben nicht der Sohn Gottes. Grundsätzlich sind jedoch mit der Schahaadah alle Aspekte des Islam bereits anerkannt. Um Muslim zu werden ist es keine Voraussetzung den ganzen Islam zu kennen; wer Imaan ins herz bekommen hat, der kann duie Schahaadah sprechen und sich später erkundigen. Es ist keine Vorbedingung zu wissen was Imaan (Überzeugtheit des Herzens) alles bedeutet, oder was die Arkaan (Haupt-Pflichten eines Muslims) sind oder was halaal (erlaubt) oder haraam (verboten) ist. Es ist durchaus möglich ohne diesem Wissen an Allah und Seinen Gesandten Muhammad (der Friede Allahs sei mit ihm) zu glauben und sich zum Islam bekennen. Wenn derjenige, welcher den Islam annehmen will, im Wissen unterwiesen werden will um seine Entscheidung für Islam treffen zu können, so ist er zu unterrichten bis er weiß was er wissen wollte.
Vorraussetzungen beim Sprechen der schahaadah:Wer Muslim werden will darf nicht durch Alkohol oder andere Drogen berauscht sein und nicht dazu gezwungen werden. Wenn im Herzen der Glaube durch Allahs Gnade verankert wurde dann ist die unsichtbare Voraussetzung um Muslim werden erfüllt, dann ist Islam leicht und der Gläubige wird nach und nach lernen was er wissen soll und so viel er kann. Wessen Glaube jedoch auf Spekulation beruht, dem erscheinen die Pflichten und Verbote Allahs schwer und er wird immer wieder bemüht sein, Islam entsprechend seiner Bedürfnisse zu interpretieren; z.B. einen Euro-Islam wünschen, der modern und angepasst ist und nicht geschäftstörend wirkt usw..
Waschung vor der Annahme des Islam sehr empfehlenswert ghusl (Ganzwaschung des Körpers): Es wird seit der Zeit des Propheten (der Friede Allahs sei mit ihm) als wichtig erachtet, dass vor dem Aussprechen des Glaubensbekenntnisses, ghusl ( die Ganzwaschung des Körpers) vollzogen wird; dies ist aber keine absolute Voraussetzung um Muslim zu werden, jedoch äußerst empfehlenswert, sofern nicht das Sprechen der Schahaadah deshalb vertagt werden muss; also die Voraussetzungen dazu gegeben sind. ghusl ist der äußere Vollzug einer inneren, geistigen Reinigung, welche durch die Gnade Allahs beim Bezeugen der Wahrheit gewährt wird. Denn wenn eine Seele Muslim wird, dann werden Ihr alle früheren Sünden von Allah vergeben und der geistige Zustand ist mit einem Neugeborenen Kind ohne Sünde zu vergleichen; Schulden und Verträge verlieren ihre Gültigkeit aber nicht.
Arabische Sprachekenntnisse sind keineswegs erforderlich um Muslim zu werden Es ist keine Voraussetzung dass man die schahaadah in arabischer Sprache spricht oder genau so wie überliefert bekannt, doch ist es das beste entweder die "kalimatu-sch-schahaadah" oder die "kalimatu-t-tayjbah" zu sprechen um seinen Islam zu bezeugen. Wenn jemand die selbe Bedeutung mit anderen Worten ausdrückt, so ist er auch Muslim geworden. Wer stumm ist, der kann durch Zeichen seinen Islam bezeugen und wer physisch oder geistig auch dazu nicht in der Lage ist, der ist entschuldigt und gilt als Muslim so wie Kinder, sofern nichts bereits anderes bekannt ist. Arabisch ist die Sprache der Offenbarung (Qur'aan) und ihre perfekte Beherrschung eine der unbedingten Voraussetzungen für den islamischen Rechtsgelehrten. Einfache Arabischkenntnisse werden aber vor allem von Arabern immer wieder mit den Voraussetzungen um Muslim zu werden verwechselt und das ist vollkommen falsch. Um Muslim zu werden bedarf es keines einzigen Wortes Arabisch außer "Allah" und "Muhammad" und nachdem man Muslim geworden ist, ist prinzipiell nur das vorgeschriebene Gebet in arabischer Sprache zu erlernen, und auch nicht von heute auf Morgen, sondern so wie einen Allah dazu befähigt hat. Gewisse Vorfälle erwecken den Eindruck, dass manche Araber ihre Muttersprache mit dem Wissen oder verstehen des Islam verwechseln. Das mag von Identitätsmangel, falsche 'Aqidah (Fehler in den Grundverständnissen des Glaubens), Stolz und Unwissenheit herrühren. Es sei aber dessen ungeachtet jedem Muslim sehr empfohlen, sich möglichst weitreichende Kenntnisse der arabische Sprache anzueignen, den der Vorteile sind nicht abzuschätzen.
Voraussetzungen für die Zeugen und Umstände Die Zeugen müssen erwachsene, geistig gesunde Muslime sein die das gesprochene verstehen können. Entweder zwei Männer oder ein Mann und zwei Frauen. Die Zeugen müssen Muslime und volljährig sein. Es ist weder erforderlich noch abzulehnen, dass die Zeugen Imame (Vorbeter), Gelehrte, oder Vertreter irgendeiner muslimischen Gesellschaft sind, oder dass das Bekenntnis in einer Moschee oder zu einer bestimmten Zeit oder zu einem besonderen Anlass gesprochen wird oder sonstige Ehrenvolle Umstände damit in Verbindung zu bringen sind.
Darf ein Muslim seine Zeugenschaft Verweigerung oder Verzögerung? Es gibt leider immer wieder Fälle, wo von erwählten Zeugen behauptet wird, dass derjenige, welcher den Islam annehmen möchte, zuerst das Gebet und anderes (vielleicht gar auf arabisch) erlernen muss und er sich ein von ihnen erdachtes Maß an Wissen erwerben muss bevor ihm sein Muslim werden bezeugt (eventuell bescheinigt) wird. Es gibt sogar Fälle wo sich die Zeugen als Prüfer aufspielen wollen. All dies ist vollkommen unerlaubt und wer die Zeugenschaft (akustisch oder schriftlich) des Islam verweigert bzw. solange verzögert bis eine Gebetszeit vorbeigegangen ist, der begibt sich selbst in Richtung kufr (außerhalb des Islam). Es gibt außer der Aussage der schahaadah kein weiteres Wissen, welches Voraussetzung ist um Muslim zu werden, denn dies beruht auf Imaan. Prüfungen über die Aussage der einfachen Bezeugung hinaus, sind daher nicht zulässig; auch dann nicht, wenn man vermutet einen munaafiq (Heuchler) vor sich zu haben. Wenn einen Muslim die Bestätigung des Islam für einen anderen verzögert oder verweigert, indem er z.B. sagt "Sie müssen erst etwas Arabisch lernen und so "richtig" verstehen und mir zeigen wie sie beten können, so ist dies ein Zeichen von kufr (Leugnung des Islam) der vermutlich die Verwechslung von Islam und ererbter Kultur (Pseudogelehrsamkeit gehört hier dazu) zugrunde liegt. Wer Imaan hat, der wird die Botschaft annehmen; wer kein Imaan hat, dem helfen auch lange Belehrungen nichts. Imaan ist eine Gnade Allahs. Wenn aber jemand von sich aus belehrt werden will bevor er die schahaadah spricht, so soll man dies so lange tun bis er glaubt ausreichend wissen zu haben um die schahaadah zu sprechnen. Der erste Erwachsene, (möge Allah seine mit ihm zufrieden sein) welcher den Islam vor über 1400 Mondjahren in Mekkah annahm, tat dies ohne vorgehende Unterweisungen über die verschiedenen Wissensgebiete des Islam und ohne Kenntnis jegliche der Konsequenzen; und so war dies bei den meisten Muslimen der Anfangszeit. Andererseits ist überliefert, dass sich später die munafiqiin (Heuchler) in der Stadt Madinah, zwecks erhoffter Vorteile, den Islam annahmen und der Prophet (der Friede und Segen Allahs seien auf ihm) dies wusste, jedoch die Heuchler nicht aufdeckte bis ihr eigens Verhalten sie entlarvte.
Was geschieht wenn ich Muslim werde ?Das Sprechen der kalimatu-sch-schahaadah (Spruch der Bezeugung) ist das Bewahrheiten des Islam vor der muslimischen Gesellschaft, vor den NichtMuslimen und nicht zuletzt vor sich selbst. Die Nafs (Seele, Ego) versucht damit den Weg der Revolte gegen Allah bewusst zu verlassen; sie hat sich "unterworfen", sie hat inneren Frieden, wenn auch nicht sofort erlangt, so doch in Aussicht, weil die Überzeugung, dass es keine Macht und Kraft außer Allah gibt, nunmehr Überzeugung ist. Wenngleich Schaidtaan (Satan, Teufel) die Nafs wegzubringen versuchen wird, so hält sich der Muslim für einen Kampf gegen sich selbst bereit; dieser kampf wurde vom Propheten (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) auch der Große Dschihaad genannt.Wer die> Schahaadah< mit Bewahrheiten des Herzens spricht, der ist innerlich bereits Muslim noch bevor er das, was für ihn in seinem Herzen schon Realität ist, verbalisiert. Islam setzt Imaan (Glaube) voraus, welcher durch das Sprechen des Glaubensbekenntnisses erstmals und grundsätzlich manifestiert wird: "laa ilaaha illa-l-llah - muhammadu-r-rasuulu-l-llah" ( kein Gott außer Gott und Muhammad ist Sein Gesandter.) Die Bedeutung des kurzen, komprimierten Glaubensbekenntnisses ist sehr umfassend und kommt in weiteren Kalimaat (Sprüchen) zum Ausdruck. Alles darin Enthaltene anerkennt ein Muslim mit seinem ganzen Herzen. Wer diese Kalimaat kennt und bewahrheitet, der bemerkt leichter wenn falsche Vorstellungen in sein Herzen eindringen wollen und hat einen Schatz in seinem Herzen angelegt und einen Schutz um sein Herz herum. Sollte ein Muslim seine Unwissenheit oder falsche Sicht in der einen oder anderen Glaubensfrage später feststellen, so wird er das neu zu ihm gelangte oder vielleicht erst später richtig verstandene Wissen nachträglich in sein Herz aufnehmen und kein Makel ist daran. Jeder Mensch ist bei seiner Geburt Muslim, bzw. wie ein weißes Blatt ohne Sünde und erst später wird ihm was anderes anerzogen. Adam (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm), der erste Mensch und der erste Prophet, und erste Muslim und seine Religion war der Islam, das Ergeben sein in den Göttlichen Willen. Die Bezeichnungen für Islam waren im Lauf der Zeit unterschiedlich und die Praktiken auch und Gesandte Allahs (der Friede und Segen Allahs sei auf ihnen allen), gab es viele. Das arabische Wort muslim bezieht sich auf die Eigenschaft des "ergeben Seins (in den Willen Gottes)" wie ein Blatt im Wind und im übertragenen Sinn: "sich mit dem Gesetz Gottes im Einklang befinden". Insofern ist jedes Tier und jedes Ding "muslim", weil ihnen keine gegen Gottes Gesetz revoltierende Seele geschaffen wurden; also kein freier Wille vorhanden ist. Insofern hat auch Goethe jeden Menschen in einem Gedicht als Muslim erwähnt: ("..." ) Der verantwortlich gewordene, erwachsene Mensch hat aber im Gegensatz zum Neugeborenen seinen freien Willen entwickelt und er kann sich gegen das Gesetz Allahs zu stellen versuchen obwohl dies nichts am Schicksal (qadr) ändert, wohl aber ist sein Zustand kufr (das bewusste Unterwerfen leugnend) im Gegensatz zu Imaan (der Zustand, der in Überzeugung von Allahs Allmacht befindlichen Seele; oft undeutlich mit Glaube übersetzt). Solch einen Revoltierenden gegen Allah, verlässt zumindest während seiner Revolte gegen Allah der Glaube oder das Licht des Glaubens.
Was bedeutet Muslim werden bzw. sein? Das Wort "Muslim" bezeichnet einen Menschen, dessen Religion Islam ist, also derjenige welcher in seinem Herzen von der Existenz Allahs und Seinen Propheten Muhammad (der Friede und Segen Allahs seien mit ihm) überzeugt ist (Imaan). "muslim" ist. "muslim" ist aber auch ein Eigenschaftswort, und bedeutet "ergeben sein" in Den Willen Des Einzigen Gottes, dessen Name Allah ist. Alle Menschen und Dinge sind zwangsläufig dem Willen ihres Schöpfers untertan, doch mit "muslim sein" wird der absichtliche und freiwillige versuch zur Ergebenheit gemeint. Der NichtMuslim ist ständig in hoffnungsloser Revolte gegen Allah, und kann daher den inneren Frieden nicht finden und in das Paradies nicht eingehen; doch weiß (bzw. glaubt) er es nicht. Der Wandel vom NichtMuslim zum Muslim ist ein gewaltiger ein Schritt, der das ganze Leben innerlich und äußerlich verändert. Nicht jeder erlebt aber diese Änderung im gleichen Maße und nur wenige leben mit voller Intensität wovon ihr Herz überzeugt ist. Die persönlichen Fähigkeiten und Eigenschaften des Nichtmuslims, sein Charakter wird in den Islam mitgebracht.
Kann ein Muslim den Islam wider verlassen ? Jemand der Muslim ist, anerkennt durch das Sprechen des Glaubensbekenntnisses Allah als Einzigen Gott und den Propheten Muhammad (möge der Friede und Segen Allahs mit ihm sein), als wahren, von Allah gesandten Botschafter (Rasuul), Prophet (Nabi), welcher das Wort Allahs (Qur'aan) ohne eigene Zugabe verkündet hat. Wird die Basis geleugnet oder in ihrer Bedeutung verdreht, dann ist das der reale Austritt aus dem Islam. Einen rechtlichen Austritt aus dem Islam gibt es nicht, wenn man von unislamischen Behörden absieht, welche für Islam eigen regeln erfunden haben. Islam ist ja keine Religion der Wahl, sondern die letzte und einzig noch gültige. Islam ist fast das Gegenteil der Institution "Kirche". Es gibt keine Stelle bei der man sich abmelden könnte. (Auch ist nicht erforderlich, wenn man von Behörden absieht die manchmal Ausweise verlangen. Der Ausweis des Muslim ist jeweils das gesprochene Bekenntnis. Wessen Herz Imaan verlässt, dessen Muslim-Seins ist zu Ende und niemand kann es verhindern. Dies Verlassen ist ein innerlicher Vorgang, welcher nach Außen z.B. durch verleugnen der Existenz Allahs usw., und/oder andere Handlungen zum Ausdruck kommen kann, aber nicht muss. Meist bleibt das Verlassen des Islam unbemerkt, selbst für den Betroffenen. Muhammad (der Friede und Segen Allahs sei auf ihm) hat dies mit dem Kriechen einer schwarzen Ameise in der schwarzen Nacht verglichen. Die Betroffenen sind sich dessen nicht bewusst, denn mit dem geistig gestorbenen Herzen können sie diesen Vorgang nicht mehr empfinden und fürchten auch nicht mehr das Feuer der Hölle, selbst wenn sie den Qur'aan auswendig gelernt haben und wunderschön rezitieren können. Die Herkunft aus einem sogenannten islamischen Land bedeutet nicht, dass es sich um einen Muslim handelt, also weil seine Eltern Muslim waren und er gewisse Feste feiert. Es kommt vor, dass ein Mensch, der seit Kindheit amtlich als Muslim geführt wird, sogar immer wieder betet, jedoch kein Imaan (Überzeugung des Herzen) hat. Er "glaubt" zwar an seine muslimische Identität, aber seine rituellen Handelungen sind gerbte Kultur, welche zwar vom Islam stark geprägt sein mag und daher auf den ersten Blick die innere Ablehnung des Islam (Allah sei Dank) verschleiert. (Vergleiche die Christen und Weihnachten.) Die "kulturellen Muslime" können bei demjenigen, der Islam neu angenommen hat, tiefe Enttäuschungen auslösen, denn oft hat dann das behauptete keinerlei Wert. Islam ist weder einer bestimmten Kultur noch einer bestimmten Rasse zugehörig. Sollte ein Muslim den Islam verlassen haben und später seinen kufr (Leugnung des Islam) eingestehen und bereuen, so muss er den Islam erneut vor Zeugen annehmen um Muslim zu sein.
Was muss ich als Muslim sofort beginnen? Solange jemand das Gebet >salaah< noch nicht auf arabisch sprechen kann, beschränkt er sich auf die Bewegungen während des Gebets und wiederholt z.B. die Worte: "Lobpreis sei Allah" (al hamdu-li-llahi) , notfalls aber in seiner Muttersprache. Niemals darf der Muslim jedoch das Gebet unterlassen, weil er es noch nicht auf arabisch kann. Es ist allgemein eine Pflicht, sich um das nötige Wissen für einen Muslim zu bemühen, wie z.B. wie die rituelle Waschung durchgeführt wird oder das rituelle Gebet (salaah) in arabischer Sprache, zu erlernen, was je nach Fähigkeit von Nichtarabern in Tagen oder Wochen auswendig gelernt werden. Siehe Basis / fünf Säulen.
Beschneidung Die Beschneidung ist für erwachsene Männer welche Muslime werden keine Pflicht (fard) jdoch eine sunnah (von Muhammad , der Friede und Segen Allahs sei mit ihm, empfohlene, gutgeheißene Praxis), die auf den Propheten Ibrahim (der Friede und Segen Allahs sei mit ihm) zurückgeht. Manche Gelehrte empfehlen erwachsenen Männern, welche Muslime werden, ihre Geschlechtsteile besser dem Blick des Arztes zu entziehen, doch die Mehrheit empfiehlt die Beschneidung. Von der Beschneidung für Mädchen (afrikanische Sitte) ist nicht empfohlen, war jedoch von Muhammad (der Friede und Segen Allahs sei mit ihm) geduldet. Die in heutigen Medien berichten Verstümmelungen, welche angeblich von Muslimen praktiziert werden, sind keineswegs im Islam legitimiert; lediglich die Freilegung der Klitoris und nicht ihre Entfernung, wurde von einigen Gelehrten als nicht untersagt verstanden.
Namensänderung ? Den Namen zu wechseln wenn man Muslim wird ist keinerlei Pflicht, doch ist es of praktiziert und im Fall eines ungünstig scheinenden Namen eine Empfehlung des Gesandten Allahs (der Friede und Segen Allahs sei mit ihm.) Der Name ist etwas Bedeutendes und begleitet einem das ganze Leben. Wenn man etwa jemand Jakob heißt, so ergäbe es auch keinen Sinn diesen Namen zu ändern, da Jakob (Y'aquub) ohnehin auf den Propheten Y'aquub verweist (der Friede und Segen Allahs sein auf ihm) und ein typisch muslimischer Name ist. wenn aber jemand z.B. 'Christian' oder 'Schiva' heißt, dann wäre eine Namensänderung in Hinblick auf die dadurch zu erwartenden Missverständnisse anzuraten. Viele bevorzugen ein Namensänderung aus Ihrer Liebe zu Allah und wollen auch mit ihren Namen Islam signalisieren. Es wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (der Friede und Segen Allahs sein auf ihm) bei manchen seiner Gefährten den Namen geändert hat.
Spekulationen Möglicherweise wirkt die Spekulation über die Vor- oder Nachteile in der weltlichen Zukunft als Hindernis beim Muslimwerden. Die Seele (Selbst, Ego, nafs) sucht Bequemlichkeiten wo sie nur kann denn es ist möglich, dass solche Bequemlichkeiten gestört werden. So ist der Berauschte wegen des Drogenverbots und die Schöne wegen der Verschleierungsvorschrift vielleicht abgeneigt den Islam zu bezeugen. Doch sicherlich ist es aber besser ein sündiger Muslim zu sein, als ein NichtMuslim, der auch ohne Rausch auf Dauer das Feuer zur Wohnstatt haben wird; der sündige Muslim lebt jedoch letztlich ins Paradies.
Scheinislam ? Vermutungen dass jemand auf Grund anderer Beobachtungen als dem Sprechen der schahaadah Muslim sei, hört man immer wieder, wie z.B. von Goethe und anderer sich zum Islam positiv äußernden Persönlichkeiten. Wenn aber der Betroffene die schahaadah nicht sprach, bzw. dies nicht bezeugt wurde, kann im Sinne der schar'ia (islamisches Recht) nicht von einem Muslim gesprochen werden, es sei denn, er hat vor der Zeit der Offenbarung des Qur'aan gelebt, wie z.B. die Jünger von Jesus oder Moses (der Friede und Segen Allahs sei auf ihnen), bevor sich die jeweiligen Irrmeinungen in ihre oder ihrer Nachfolger Herzen einschlichen.
Dokumente Ein schriftliches Dokument oder irgendeine Registrierung über das Muslimsein ist keineswegs eine Notwendigkeit, jedoch in Hinblick auf die starke Verkulturung und Säkularisierung des Islam wird dies immer wieder von Österreichern verlangt; nicht so von Muslimen aus Ländern wo Islam schon länger bekannt ist, selbst wenn es offensichtlich ist, dass diese "Muslime" mit Islam nichts zu tun haben. Bei Beantragung eines Visa für die hadsch oder bei einer einer Namensänderung oder Heirat kann einem dies (meist von Muslimen produzierte Umstände) ersparen. Es ist auch eine Tatsache, dass Muslime aus sogenannten islamischen Staaten manchmal "Islam-Ausweise" von Muslimen westlicher Länder, verlangen. Es ist auch vorgekommen, dass eine Frau vor einem Mann eine "Gebetsprüfung" mit den dazugehörigen Bewegungen ablegen musste oder, dass schriftliche Bescheinigungen "des Glaubens" mit Prüfungen verbunden wurden, usw. auch wenn die betroffenen schon Jahrelang Muslime waren. Die beschämende Arroganz solcher Personen ist unvorstellbar wenn man es nicht selbst in irgendeiner Form erlebt hat. Alle solche absurden, dekadenten und perversen Erscheinungen sind als psychologischer Notstand gut nachvollziehbar, doch ein trauriges Zeichen der Glaubensschwäche. Möge mir Allah verzeihen wenn ich etwas Fehlerhaftes schrieb oder auf etwas Unverzichtbares vergessen habe. Korrekturen, Hinweise und Ergänzungen nehme ich gerne entgegen.
******************************************************************************************************
Der Islam (2)
Der Islam (3)
Der Islam (4)
|
|